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Nachruf auf 2025 – Ein Jahr im Zustand der Dauerkrise

Verantwortlicher Autor: Thomas Fischer Zürich, 30.12.2025, 15:23 Uhr
Presse-Ressort von: Thomas Fischer Bericht 4181x gelesen
Happy New Year 2026
Happy New Year 2026  Bild: Thomas Fischer

Zürich [ENA] Von außen betrachtet wirkt 2025 wie ein Jahr ohne Richtung – und ohne Korrektiv. Ein Jahr, in dem sich politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Verwerfungen nicht nur verfestigt, sondern in weiten Teilen normalisiert haben. Es begann als Ausnahme...

Es ist zur dauerhaften Struktur geworden. Systemische Erosion: Korruption und Vetternwirtschaft. In zahlreichen westlichen Demokratien – insbesondere in Europa – mehren sich belastbare Hinweise auf verfestigte Strukturen von Vetternwirtschaft, Intransparenz und politischer Selbstbedienung. Postenvergaben, Fördermittelverteilungen und regulatorische Ausnahmen folgen immer seltener objektiven Kriterien, sondern persönlichen, parteipolitischen oder institutionellen Loyalitäten.

Die Grenze zwischen Staat, Lobbyismus und sogenannten „zivilgesellschaftlichen Akteuren“ ist faktisch aufgehoben. Umverteilung ohne Mandat: Die Steuerlast der Leistungsträger. Während die steuerliche Belastung der arbeitenden Bevölkerung kontinuierlich steigt, fließen erhebliche Mittel in subventionsabhängige NGO-Strukturen und die ökonomischen Netzwerke rund um Migration und Asylverwaltung.

Diese Umverteilung erfolgt zunehmend ohne messbare demokratische Rückkopplung, ohne Erfolgskontrolle und ohne öffentliche Debatte über Nutzen, Effizienz oder Legitimation. Das Vertrauen in den fiskalischen Gesellschaftsvertrag wird dadurch systematisch ausgehöhlt. Die Ohnmacht der Mehrheit: Das vielleicht beunruhigendste Merkmal von 2025 ist nicht der Zustand der Institutionen – sondern die Resignation der Bevölkerung.

Ein Großteil der Bürger beobachtet die Entwicklung in einer Mischung aus Erschöpfung, Anpassung und stiller Entfremdung. Politische Prozesse erscheinen fern, unzugänglich und vorentschieden. Die demokratische Beteiligung wird formell aufrechterhalten, faktisch jedoch entleert. Der Angriff auf das Erfolgsmodell der Vergangenheit. Die politische Kultur der letzten Jahrzehnte, die Stabilität, Wohlstand, sozialen Ausgleich und gesellschaftliche Ordnung geschaffen hat, wird heute in weiten Teilen nicht nur infrage gestellt, sondern aktiv delegitimiert.

Konservative Prinzipien – Haushaltsdisziplin, Leistungsorientierung, Verantwortungsethik, Rechtssicherheit und institutionelle Kontinuität – gelten plötzlich als rückständig oder moralisch verwerflich. Statt Evolution erleben wir systematische Umkehrung. Leben im Widerspruch zum gesunden Menschenverstand. In nahezu jedem gesellschaftlichen Bereich entsteht der Eindruck, dass praktische Erfahrung, empirische Evidenz und gesunder Menschenverstand der politischen Dogmatik weichen mussten.

Wirtschaft, Bildung, Migration, Energiepolitik, Sicherheit und Meinungsfreiheit unterliegen zunehmend ideologischer Steuerung. Kritische Einwände werden nicht widerlegt, sondern moralisch disqualifiziert. Der öffentliche Diskurs wirkt wie unter kollektiver Hypnose. Der Weg zurück zur Normalität. Ein Ausweg ist möglich – aber er erfordert strukturelle Korrekturen, hier ein paar Anmerkungen:

* Rückkehr zu institutioneller Transparenz Vollständige Offenlegung politischer Entscheidungsprozesse, Fördermittelströme und Interessenkonflikte. * Rekonstruktion des Leistungsprinzips Wiederherstellung des Zusammenhangs zwischen Arbeit, Verantwortung, Beitrag und gesellschaftlicher Anerkennung. * Stärkung der demokratischen Kontrolle Direkte Bürgerbeteiligung, echte parlamentarische Aufsicht und effektive Gewaltenteilung. * Rehabilitierung der politischen Mitte Abkehr von ideologischen Extremen und Rückbesinnung auf bewährte Ordnungsmodelle. * Schutz der offenen Debatte Meinungsvielfalt als Fundament jeder demokratischen Gesellschaft.

Schlussbemerkung 2025 wird in Erinnerung bleiben als das Jahr, in dem die Widersprüche nicht länger zu übersehen waren. Doch Krisen markieren nicht nur Niedergang – sie eröffnen auch die Chance zur Erneuerung. Die Rückkehr zu Normalität beginnt nicht in den Institutionen, sondern im Bewusstsein der Bürger. Neujahrswünsche: Wir wünschen allen Menschen dieser Welt ein gesundes, friedliches und erfolgreiches neues Jahr. Möge 2026 von Vernunft, Zusammenhalt und Zuversicht geprägt sein. Mögen Dialog, Respekt und Verantwortung die Grundlage für Stabilität, Gerechtigkeit und eine bessere gemeinsame Zukunft bilden.

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