Donnerstag, 28.05.2026 23:12 Uhr

Ein Wochenende der Superlative am Nürburgring

Verantwortlicher Autor: Erich Hein Nürburgring, 28.05.2026, 19:31 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Auto und Motorsport +++ Bericht 347x gelesen
Superlative am Nürburgring
Superlative am Nürburgring  Bild: Erich Hein

Nürburgring [ENA] Eines der spektakulärsten und härtesten Langstreckenrennen der Welt - Motorsport-Marathon auf der wohl schönsten Rennstrecke der Welt – 24 Stunden Motorsport-Dramen und Glücksmomente im Zeichen der Burg, der Nürburg – die Burg, die 1166 erstmals in Büchern erwähnt wurde und ...

als würdige Namensgeberin für den „Nürburgring“ gilt. Das 24h Rennen ist ein Härtetest für Fahrer und ihre Teams die hier strategisch klug handeln müssen, man denke nur an die Wetterkapriolen in der Eifel. Bremsen, Reifen, Motoren – alles wird permanent unter Extrembedingungen beansprucht, sei es bei den Profi-Teams der GT3-Kategorie hochentwickelten Rennwagen oder auch bei ambitionierten Amateurmannschaften - kleinere Klassen bis hin zum seriennahen Tourenwagen.

Die 54. Auflage des ADAC Ravenol 24h Rennen geht eindeutig in die Analen des Nürburgrings. Fanden doch rund 352 000 Motorsport-Fans (Ausverkauft) den Weg an den Ring. Sie freuten sich auf die Teilnahme vom niederländischen vierfachen Formel-1-Superstar Max Verstappen. Viele Fans hätten sich so gerne ein Autogramm oder ein Foto-Shooting gewünscht. Aber: seine Boxengasse 9 hermetisch abgeriegelt, gefahren und dann verschwunden. Sorry, das haben die Fans doch nicht verdient. An der 25,823 Kilometer langen „Grüner Hölle“ wurde es zeitweise so richtig eng für Zelt und Wohnwagen, so groß war der diesjährige Andrang.

Kein Thema für die erfahrenen Nürburgringler. Man rückte zusammen, grillte ein Steak mehr und lauschte gemeinsam den aufheulenden Motoren. Das ist Zusammenhalt! Die Freunde des Fan-Lieblings Manthey Porsche 911 GT3 R „Grillo“ mit Kevin Estre am Steuer mussten sich nach knapp acht Stunden vom ihrem geliebten „Grillo“ verabschieden. Nach einem heftigen Einschlag im Brünnchen- aus und vorbei. Genau so, nur auf anderer Art erging es Superstar Max Verstappen. Mit seinen Teamkollegen Jucadella, Auer und Gounon platze dreieinhalb Stunden vor Schluss der Siegestraum auf der Nordschleife, des bis dato führenden Winward racing Mercedes AMG GT3.

Nach einem Antriebswellenschaden war beim Mercedes eine längere Reparatur fällig. Bis dahin aber begeisterte Verstappen mit seinem Speed sowie besonderen Manövern auf der „Grünen Hölle“ und lag souverän vor dem späteren Sieger, dem Schwester-Mercedes. Wenn uns das Glück holt ist, ist Max nächstes Jahr wieder mit von der Partie und holt sich den Sieg. Titelverteidiger der BMW M4 GT3 mit den Fahrern Farfus, Marciello, Pepper und van der Linde erlebte frühzeitig ein Desaster. Ein Problem mit der Benzinversorgung während der Nacht, ließ sich nicht kurzfristig beheben. Dem einen Leid ist des anderen Freud.

Gut durch die 24 Stunden gekommen und als Sieger durchs Ziel: der zweiten Winward-Mercedes auch ein AMG GT3 mit den Piloten Maro Engel, Luca Stolz, Fabian Schiller und Maxime Martin. Schön, dass die Oldtimer-Freunde beim 24h Rennen auch auf ihre Kosten kommen und zwar mit der 2026 neu gegründete Deutsche Historische Langstreckenmeisterschaft kurz DHLM genannt. In unterschiedlichsten Klassen, verteilt auf drei Startgruppen wurden die Teilnehmer zu ihrem dreistündigen Lauf auf die Strecke geschickt. Hier führte der BMW M3 46 von Michel Tischner und Heiko Tönges auf der Pole Position an. Leider währte die Freude nicht lange, denn am Start wurden sie von den PS-starken Porsches überholt und nach hinten gedrängt wurden.

Mit ihrem eFuel-betriebenen Porsche 911 konnten sich Björn und Georg Griesemann gleich etwas absetzten und nach vier Ausfällen in Folge den Sieg einfahren. Ralf Schall auf Mercedes 190E Evo 516 belegte den zweiten Platz und Heiko Hammel mit seinem Porsche 964 Cup 487 vervollständigte die Siegertreppe. Es war ein gewaltiges und geniales Renn-Wochenende, mit, für die Eifel gutem Wetter, zeitweise zwar nass und kalt aber ohne Schnee und Nebel. Da freut man sich schon auf das nächste Jahr. Am Besten jetzt schon im Kalender vermerken. Man sieht sich am 27. Mai für vier aufregende Rennsport-Tage.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Photos und Events Photos und Events Photos und Events
Info.